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385 Millionen Euro Schadensersatz - Deutsche Bahn-Tochter als Inkassodienstleister im LKW-Kartell


385 Millionen Euro Schadensersatz macht eine dafür extra gegründete GmbH-Tochter der Deutschen Bahn mit Inkassolizenz für Geschädigte, darunter ihre Tochter Schlenker aber auch Konkurrenten wie Kühne + Nagel und auch die Bundeswehr, geltend. In einem anderen Verfahren des Inkassodienstleisters Financialright hatte das LG München I im Februar die Klage abgewiesen. Rund 3.000 Speditionen und Transportunternehmen hatten ihre Forderungen an die Inkassofirma Financialright abgetreten, die dann als alleiniger Kläger aufgetreten war und samt Zinsen 867 Millionen Euro verlangt hatte. Diese Form hielt die Münchner Kammer des LG München I jedoch für gesetzeswidrig; die Abtretung der Ansprüche sei nichtig. Financialright hat Berufung beim Bundesgerichtshof eingelegt. Die Vorsitzende Richterin am LG München I Frau Gesa Lutz bekundete bereits, dass sie die Form des Masseninkasso für kritisch halte. Der Prozess der DB-Tochter gegen das Lkw-Kartell wird am 24.09.2020 fortgesetzt.

(Beck online Deutsche Bahn klagt gegen Lkw-Hersteller auf 385 Millionen Euro Schadensersatz vom 29.05.2020)

 

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