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Klage gegen Bund vor dem Bundesverfassungsgericht auf mehr Klimaschutz


Ein Klagebündnis, das sich aus zwei Umweltverbänden und 11 Privatpersonen zusammensetzt, klagt gegen den Bund (Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat) auf mehr Maßnahmen zum Klimaschutz. Der Vorwurf ist, die Klimapolitik sei unzureichend, die die Emissionsminderungsziele zu erreichen. Weder die europäischen Vorgaben noch die selbst gesteckten Ziele werden erreicht. Durch das Unterlassen des Gesetzgebers seien die Kläger teils in ihren Grundrechten auf Schutz des Lebens, Schutz der körperlichen Unversehrtheit und Schutz des Eigentums vor schädlichen Umwelteinwirkungen verletzt.

 

Die Hürde für die Geltendmachung und Durchsetzung derartiger Ansprüche gegen den Gesetzgeber sind sehr hoch und scheitern in weit überwiegendem Maße. Erstaunlich ist deshalb, dass die Kläger vor dem Bundesverfassungsgericht die erste Hürde genommen haben und das Gericht die Bundesregierung, den Bundestag und den Bundesrat bis Mitte November zur Stellungnahme aufgefordert hat.

 

 

(BBH Der Energieblog Klimaschutz vor Gericht 11.09.2019)